Klimaschutz und High Performance im Einklang

Mit dem Ausbau ihrer Kapazitäten wächst für Rechenzentrums-Betreiber auch die Herausforderung, die Digitalisierung nachhaltig zu gestalten und klimafreundliche Rechenzentren zu betreiben.

Worauf kommt es bei umweltfreundlichen Rechenzentren wirklich an?

Frankfurt/ Main, 12. Juli 2023 – Egal ob Konzern, Mittelständler oder Handwerksbetrieb: Zahlreiche Unternehmen nahezu aller Branchen haben ihre IT-Initiativen im Zuge der Corona-Pandemie beschleunigt. Dadurch hat die Digitalisierung deutlich an Tempo gewonnen.

Gleichzeitig hat der steigende Bedarf an Datenaustausch und digitalen Services gezeigt, dass erfolgreiche Digitalisierung nur mit einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur möglich ist. Denn diese bildet die Grundlage moderner Geschäftsmodelle. Das Rückgrat dafür sind Rechenzentren. Insbesondere große Colocation-Rechenzentren bieten Unternehmen eine geeignete Plattform. So können sie sich untereinander oder mit der Cloud vernetzen, um ihr Geschäft zu betreiben und Innovationen umzusetzen.

Rechenzentrumsbetreiber bauen ihre Kapazitäten angesichts der hohen Nachfrage deutschlandweit aus. Damit schaffen sie die Grundlage für die weitere Digitalisierung. Gleichzeitig stellt sich jedoch eine zentrale Frage. „Einher mit diesem Ausbau geht die wichtige Frage, wie sich die digitale Transformation weiterhin klimafreundlich und nachhaltig gestalten lässt“, erklärt Jerome Evans, Gründer und Geschäftsführer der firstcolo GmbH.

Stichwort: Ökologischer Fußabdruck

Rechenzentren befinden sich nicht nur in Deutschland, sondern weltweit auf Wachstumskurs. So belief sich der globale Serverbestand im Jahr 2022 auf rund 85,6 Millionen Stück. Im Jahr 2015 waren es noch 58,8 Millionen (Quelle: Bitkom-Studie 2023).

In Deutschland treibt vor allem der Ausbau von Cloud Computing dieses Wachstum voran. Inzwischen nutzen bereits 89 Prozent der Unternehmen Cloud-Anwendungen. Entsprechend haben sich die Kapazitäten von Cloud-Rechenzentren in den vergangenen fünf Jahren nahezu verdoppelt. Sie stiegen von 470 MW im Jahr 2017 auf 880 MW im Jahr 2022.

Energiebilanz verbessern

Je energieeffizienter und nachhaltiger Rechenzentren betrieben werden, desto geringer fällt ihr eigener ökologischer Fußabdruck aus. Damit sinkt zugleich auch der ökologische Fußabdruck digitaler Lösungen insgesamt. Das gilt für Privathaushalte ebenso wie für Streaming, Internetnutzung oder industrielle Prozesse.

„Video-Konferenzen statt Dienstreisen, smarte Heizungssteuerungen oder intelligente Verkehrslenkung zeigen, welches Potenzial in der Digitalisierung steckt“, so Evans. Denn digitale Lösungen können Energieverbrauch und CO₂-Emissionen in großem Umfang reduzieren.

Gleichzeitig muss der Ausbau eines grünen Strommixes politisch weiter vorangetrieben werden. Denn Vorgaben zur Nutzung von Ökostrom wirken nur dann, wenn ausreichend Angebot vorhanden ist.
„Deutschland braucht leistungsfähige und sichere Rechenzentren. Deshalb unterstützen Rechenzentrumsbetreiber ausdrücklich das Ziel, ihre Energiebilanz weiter zu verbessern und die Digitalisierung klimafreundlich zu gestalten“, so der Datacenter-Experte abschließend.

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