
Um Green IT weiter voranzutreiben, entwickeln Rechenzentrumsbetreiber kontinuierlich neue Lösungen. Dabei verfolgen sie unterschiedliche Strategien, um ihre Ziele Schritt für Schritt zu erreichen. „Externe Rechenzentren lösen für viele Unternehmen das Problem eines sehr hohen Bedarfs an zusätzlicher Server- und Cloud-Infrastruktur“, erläutert Evans. Denn aufgrund begrenzter IT-Ressourcen können viele Betriebe diesen Bedarf intern nicht abdecken.
Aus dieser Überforderung entstehen häufig Sicherheitslücken. Gleichzeitig geraten nachhaltige Aspekte in den Hintergrund. Hinzu kommt, dass viele Rechenzentren nur bis zu 20 Prozent ausgelastet sind. Der Grund dafür ist oft die Auslegung auf Betriebsspitzen, die nur selten erreicht werden.
„Durch die Migration bestehender Infrastrukturen lässt sich diese Lücke deutlich verkleinern“, führt der Colocation-Experte aus. So können bis zu 50 Prozent der eingesetzten Energie eingespart werden. Die betroffenen Server arbeiten anschließend sicherer und effizienter. Zudem lassen sie sich deutlich einfacher skalieren.
Steigende Energiepreise verstärken den Fokus auf Green IT und Energieeffizienz. Denn IT-Infrastrukturen in Industrieunternehmen verbrauchen enorme Mengen Strom. Dadurch entstehen erhebliche Mehrkosten. „Bewusstes wirtschaftliches Handeln und eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie stehen jedoch nicht im Widerspruch zueinander“, betont Evans.
„Durch die Auslagerung von Daten in eine Private-Cloud-Umgebung sinkt der Energiebedarf pro genutzter Server-Ressource“, so Evans weiter. Dadurch reduziert sich der effektive Energieverbrauch deutlich. Grund dafür ist die höhere Effizienz der genutzten Infrastruktur.
Zusätzlich setzen Colocation-Betreiber auf grüne und hocheffiziente Hardware. Dazu zählen Sensoren zur Messung von Luftveränderungen, moderne Kühlsysteme sowie energieeffiziente Prozessoren. All diese Maßnahmen tragen zur Nachhaltigkeit moderner Rechenzentren bei.
Abschließend stellt Evans fest: „Nach und nach gelingt es den Betreibern, dem steigenden Datenaufkommen gerecht zu werden. Gleichzeitig rücken Aspekte der Nachhaltigkeit immer stärker in den Fokus.“