In einem Satz
Refactoring ist die „Umbau“-Strategie:
mehr Aufwand als Rehosting, dafür bessere Cloud-Fitness
und oft geringeres Betriebsrisiko auf Dauer.
Im Kontext der Cloud-Migration bezeichnet die Strategie die Anpassung von Code oder Architektur, ohne die Anwendung vollständig neu zu entwickeln. Ziel ist es, bestehende Systeme so zu modernisieren, dass sie stabil und effizient in einer Cloud-Umgebung betrieben werden können.
Dabei bleiben zentrale Funktionen der Anwendung erhalten, während technische Strukturen überarbeitet werden, um eine bessere Nutzung von Cloud-Ressourcen zu ermöglichen.
Refactoring kommt zum Einsatz, wenn eine reine Migration in die Cloud nicht ausreicht, um gewünschte Verbesserungen zu erzielen. Viele Anwendungen wurden ursprünglich für klassische On-Premise-Infrastrukturen entwickelt und sind nicht für Cloud-Betrieb optimiert.
Durch Refactoring können Unternehmen:
Im Vergleich zu Rehosting verfolgt Refactoring einen weitergehenden Ansatz:
Anwendung wird nahezu unverändert in die Cloud verschoben
Es eignet sich insbesondere dann, wenn Unternehmen mehr als nur einen Infrastrukturwechsel anstreben.
Beim Refactoring im Rahmen einer Cloud-Migration werden unter anderem folgende Anpassungen vorgenommen:
Diese Maßnahmen erfolgen kontrolliert und schrittweise, um Risiken zu minimieren.
Es bietet mehrere Vorteile gegenüber einer unveränderten Migration:
Damit stellt Refactoring einen Mittelweg zwischen schneller Migration und vollständiger Neuentwicklung dar.
Trotz der Vorteile ist Refactoring mit zusätzlichem Aufwand verbunden. Es erfordert:
Aus diesem Grund wird diese Strategie meist gezielt für Anwendungen eingesetzt, bei denen sich der Mehraufwand langfristig auszahlt.
Refactoring ist eine wirkungsvolle Strategie innerhalb der Cloud-Migration, wenn Anwendungen nicht nur in die Cloud verschoben, sondern nachhaltig verbessert werden sollen. Durch gezielte Anpassungen lassen sich Cloud-Vorteile besser nutzen, ohne den Aufwand einer kompletten Neuentwicklung in Kauf zu nehmen.