
Die Digitalisierung verändert Wirtschaft und Gesellschaft tiefgreifend. Dabei sind leistungsfähige digitale Infrastrukturen die Grundlage für Innovation, Wachstum und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Vor diesem Hintergrund beleuchtet eine aktuelle Studie der Dstream Group zum 30-jährigen Jubiläum des DE-CIX, weshalb Frankfurt heute als weltweit führende „Digital Capital“ gilt.
Die Studie vergleicht über 30 internationale Städte anhand von 27 Schlüsselkennzahlen. Dabei stehen die Bereiche Internet Exchanges (IX), Rechenzentren, Konnektivität, Netzwerkinfrastruktur und Versorgungsqualität im Fokus. Das Ergebnis: Frankfurt ist die globale Digitalhauptstadt und belegt den Spitzenplatz. Damit liegt die Stadt noch vor Amsterdam, London, Washington D.C., Singapur oder New York.
Insbesondere im Bereich der Internetknoten zeigt die Region ihre Stärken. So verfügt Frankfurt über insgesamt 20 Internet Exchanges, fast 2.500 angebundene Netzwerke (ASNs) sowie eine Portkapazität von über 200 Terabit pro Sekunde. Damit setzt der Standort weltweit Maßstäbe. Herzstück dieser Entwicklung ist der Internetknoten DE-CIX Frankfurt, der sich als größter und leistungsfähigster Internet Exchange der Welt etabliert hat.
Auch die Dichte an Rechenzentren und Netzwerkinfrastruktur überzeugt im internationalen Vergleich. Denn die Region bietet eines der am besten ausgebauten Ökosysteme für Rechenzentren, IT-Dienstleister, Cloud-Anbieter und Netzbetreiber. Zudem ist Frankfurt mit neun Cloud-Regionen führender Hyperscaler einer der wichtigsten Cloud-Standorte weltweit. Vergleichbare Werte erreichen nur wenige Regionen wie Washington D.C.
Ein weiteres Plus ist der ausgewogene Mix aus nationalen und internationalen Netzwerken. So stammt etwa ein Drittel der angeschlossenen Netzwerke aus Deutschland, während zwei Drittel aus dem internationalen Umfeld kommen. Diese Vielfalt stärkt die Standortattraktivität für Unternehmen aller Branchen.
Frankfurt punktet nicht nur mit digitaler Infrastruktur, sondern auch mit hervorragenden logistischen Voraussetzungen:
Darüber hinaus überzeugt Frankfurt durch ein starkes wirtschaftliches Ökosystem in der ICT-Branche. Mehr als 5.000 Unternehmen beschäftigen rund 50.000 Personen und erzielen einen Umsatz von etwa 10 Milliarden Euro.
All diese Faktoren machen Frankfurt zur zentralen Drehscheibe für Datenströme, Waren und Dienstleistungen in Europa.
Trotz der Spitzenposition besteht auch Optimierungspotenzial. Insbesondere beim Glasfaserausbau gibt es Nachholbedarf. Mit einer FTTH/B-Abdeckung von nur rund 40 Prozent bleibt die Region derzeit hinter internationalen Top-Standorten zurück.
Zudem ist der konsequente Ausbau nachhaltiger Rechenzentren entscheidend. Beispielsweise spielen die Nutzung von Abwärme sowie energieeffiziente Technologien eine zentrale Rolle, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Die Entwicklung Frankfurts zur führenden Digitalhauptstadt ist das Ergebnis jahrzehntelanger Investitionen. Zudem spielen politische Weichenstellungen sowie die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Hand eine zentrale Rolle. Für Betreiber von Rechenzentren, Netzwerkinfrastruktur und IT-Dienstleister bietet der Standort damit optimale Bedingungen für weiteres Wachstum und internationale Expansion.
Frankfurt zeigt eindrucksvoll: Wo digitale Infrastruktur, Innovationskraft und globale Vernetzung zusammenkommen, entsteht ein zukunftssicheres digitales Ökosystem. Damit zählt die Region zu den wichtigsten Zentren der globalen Digitalisierung.
Die vollständige englischsprachige Untersuchung der Dstream Group kann hier frei heruntergeladen werden: „Frankfurt: The digital capital – Internet Exchanges as a success factor for digital ecosystems & economies“.
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