Grüne IT-Strukturen nachhaltig etablieren

Moderne Serverhardware für Blockchain, Machine Learning und KI wird immer leistungsstärker. Dadurch steigt der Energieverbrauch in Rechenzentren kontinuierlich. Deshalb gewinnt das Thema Green IT zunehmend an Bedeutung.

Auf privaten Cloud-Umgebungen bis zu 50 Prozent Einsparungspotenzial

Frankfurt, 13. Februar 2023. . Vorsätze für das neue Jahr kehren jedes Jahr wieder. Dabei folgt oft die Erkenntnis, sich zu hohe Ziele gesetzt zu haben. Unabhängig davon, ob als Privatperson oder Unternehmen, zählt Nachhaltigkeit seit Jahren zu den wichtigsten Bestrebungen.Die IT-Branche gilt als einer der größten Stromverbraucher. Deshalb ist sie sich ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt in besonderem Maße bewusst. Gerade Serverhardware für neue Technologien wie Blockchain, Machine Learning und Artificial Intelligence wird immer leistungsfähiger. Infolgedessen steigt der Energieverbrauch in Datacentern, die diese Daten verarbeiten. Aus diesem Grund spielt ein energieeffizienter Betrieb eine immer wichtigere Rolle.„Wir merken, dass das Thema Nachhaltigkeit seit geraumer Zeit stärker in den Fokus rückt“, erklärt Jerome Evans, Gründer und Geschäftsführer der firstcolo GmbH. Sowohl Betreiber von Rechenzentren als auch Nutzer beschäftigen sich intensiver damit. Mit der richtigen Strategie lassen sich große Mengen Strom einsparen. Daran arbeiten viele deutsche Betreiber bereits erfolgreich.

Grünere IT durch Cloud-Migration

Um Green IT weiter voranzutreiben, entwickeln Rechenzentrumsbetreiber kontinuierlich neue Lösungen. Dabei verfolgen sie unterschiedliche Strategien, um ihre Ziele Schritt für Schritt zu erreichen. „Externe Rechenzentren lösen für viele Unternehmen das Problem eines sehr hohen Bedarfs an zusätzlicher Server- und Cloud-Infrastruktur“, erläutert Evans. Denn aufgrund begrenzter IT-Ressourcen können viele Betriebe diesen Bedarf intern nicht abdecken.

Aus dieser Überforderung entstehen häufig Sicherheitslücken. Gleichzeitig geraten nachhaltige Aspekte in den Hintergrund. Hinzu kommt, dass viele Rechenzentren nur bis zu 20 Prozent ausgelastet sind. Der Grund dafür ist oft die Auslegung auf Betriebsspitzen, die nur selten erreicht werden.

„Durch die Migration bestehender Infrastrukturen lässt sich diese Lücke deutlich verkleinern“, führt der Colocation-Experte aus. So können bis zu 50 Prozent der eingesetzten Energie eingespart werden. Die betroffenen Server arbeiten anschließend sicherer und effizienter. Zudem lassen sie sich deutlich einfacher skalieren.

Steigenden Kosten trotzen

Steigende Energiepreise verstärken den Fokus auf Green IT und Energieeffizienz. Denn IT-Infrastrukturen in Industrieunternehmen verbrauchen enorme Mengen Strom. Dadurch entstehen erhebliche Mehrkosten. „Bewusstes wirtschaftliches Handeln und eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie stehen jedoch nicht im Widerspruch zueinander“, betont Evans.

„Durch die Auslagerung von Daten in eine Private-Cloud-Umgebung sinkt der Energiebedarf pro genutzter Server-Ressource“, so Evans weiter. Dadurch reduziert sich der effektive Energieverbrauch deutlich. Grund dafür ist die höhere Effizienz der genutzten Infrastruktur.

Zusätzlich setzen Colocation-Betreiber auf grüne und hocheffiziente Hardware. Dazu zählen Sensoren zur Messung von Luftveränderungen, moderne Kühlsysteme sowie energieeffiziente Prozessoren. All diese Maßnahmen tragen zur Nachhaltigkeit moderner Rechenzentren bei.

Abschließend stellt Evans fest: „Nach und nach gelingt es den Betreibern, dem steigenden Datenaufkommen gerecht zu werden. Gleichzeitig rücken Aspekte der Nachhaltigkeit immer stärker in den Fokus.“

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