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Was ist eine Dark Fibre?

Eine Dark Fiber („dunkle Faser“) ist eine durchgehend verlegte Glasfaserverbindung zwischen zwei Standorten, bei der ausschließlich die unbeleuchtete (also ungenutzte) Glasfaser selbst bereitgestellt wird. Der Anbieter liefert somit nur die physische Infrastruktur, nicht jedoch die aktive Übertragungstechnik oder einen vorkonfigurierten Datendienst. Ab den definierten Übergabepunkten liegt die Verantwortung für Betrieb, Ausleuchtung und Nutzung vollständig beim Kunden.

Funktionsprinzip

Der Begriff „dark“ (dunkel) bedeutet, dass über die Faser zunächst kein Lichtsignal übertragen wird. Erst wenn der Kunde eigene aktive Netzwerktechnik wie Transceiver, Multiplexer oder optische Übertragungssysteme anschließt, wird die Faser „beleuchtet“ und für die Datenübertragung genutzt. Dadurch erhält der Kunde die volle Kontrolle über Bandbreite, Protokolle und Netzdesign.

Typische Einsatzbereiche

Dark-Fibre-Verbindungen werden vor allem von Unternehmen, Rechenzentrumsbetreibern, Telekommunikationsanbietern sowie öffentlichen Einrichtungen genutzt, die hohe Bandbreiten, geringe Latenzen oder maximale Netzhoheit benötigen. Häufige Szenarien sind die Standortvernetzung großer Firmen, die Anbindung von Rechenzentren (Data Center Interconnect) oder der Aufbau eigener Carrier-Netze.

Vorteile

Ein wesentlicher Vorteil von Dark Fibre ist die hohe Flexibilität. Kunden können die Übertragungstechnologie selbst wählen und die Kapazität durch Austausch der aktiven Technik erhöhen, ohne neue Leitungen verlegen zu müssen. Zudem ermöglicht Dark Fibre eine sehr hohe Datensicherheit und geringe Latenz, da keine fremde aktive Netztechnik im Übertragungsweg liegt.

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